zurück

Vom Expansions- zum Vernichtungskrieg

Der Feldzug im Osten: Soldaten eines Feldflugplatzes bringen aus angrenzendem Waldstück Gefangene ein, o.J.

22. Juni 1941: Unter der Tarnbezeichnung "Fall Barbarossa" wird der Angriff auf die Sowjetunion ausgelöst. Damit beginnt der Krieg, der Hitlers Hauptanliegen war. Mehrere Ziele sollen hier zugleich erreicht werden: dauerhafte Inbesitznahme von "Lebensraum" im Osten, Vernichtung des Bolschewismus, "Lösung der Judenfrage", Ausbeutung von Rohstoffen und Arbeitskräften.

Hitler läßt den Krieg gegen die Sowjetunion deshalb von Anfang an als Eroberungs- und Vernichtungskrieg führen. Von einer vergleichbaren Härte ist der Krieg auch auf dem von der Wehrmacht besetzten Balkan.

Hauptträger des Vernichtungskriegs ist der von Heinrich Himmler als "Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei" befehligte SS- und Polizei-Komplex. Er umfaßt die "Sicherheitspolizei", das heißt "Geheime Staatspolizei" und Kriminalpolizei, ferner den "Sicherheitsdienst des Reichsführers SS" (auch SD genannt) sowie die Ordnungspolizei und Einheiten der Waffen-SS.

Die Terror-Herrschaft der SS- und Polizeieinheiten wird von der Wehrmachtführung und der Generalität des Ostheers teilweise gefördert, zumindest geduldet. Einzelne Wehrmachteinheiten sind auch direkt an Massenverbrechen beteiligt.

Weiterlesen: Der Holocaust

Zurück zur Übersichtsseite "Krieg und Völkermord"