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Der Weg in die Diktatur

Bücherverbrennung auf dem Erlanger Schlossplatz, 12. Mai 1933. Bildnachweis: Stadtarchiv Erlangen

Am 27. Februar 1933 wird im Reichstag Feuer gelegt. Für die neue Regierung ist dies der Vorwand, wichtige Grundrechte außer Kraft zu setzen und den permanenten Ausnahmezustand zu schaffen. Deutschland ist auf dem Weg zur Diktatur.

Während sich weite Teile der Bevölkerung zustimmend oder zumindest abwartend verhalten, beginnt die NSDAP ihre Macht mit einer Mischung aus legalen und scheinlegalen Maßnahmen sowie mit offener Gewalt rasch auszubauen.

Demokratische Institutionen wie der Reichstag oder die Regierungen der einzelnen Länder werden zum Teil mit deren eigener Unterstützung ausgeschaltet, unerwünschte Beamte ihrer Posten enthoben.

Die Nationalsozialisten setzen nun bei der Bekämpfung ihrer politischen Gegner bedenkenlos auch die staatlichen Machtmittel ein. Im März 1933 entstehen erste Konzentrationslager. Bücherverbrennungen, vor allem aber erste Boykottaktionen gegen Juden lassen das spätere Ausmaß von Verfolgung und Gewalt erahnen.

Die anderen politischen Parteien und Verbände unterschätzen Hitler und die Nationalsozialisten. Sie werden von der Geschwindigkeit und Brutalität der Maßnahmen überrascht, scheuen die offene Auseinandersetzung oder hoffen, durch Zugeständnisse an die neuen Machthaber Reste des alten Einflusses zu wahren. Das Konzept der Koalitionspartner, Hitler zu zähmen, scheitert kläglich.

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