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Podiumsgespräch

Hermann Glaser (Bildnachweis: fotura) und Jörg Wollenberg (Bildnachweis: privat).
Mittwoch, 11. April 2018, 18.30 Uhr

"Nürnberger Gespräche" – Debatten über "Haltungen und Fehlhaltungen" in Deutschland

Hermann Glaser und Jörg Wollenberg blicken zurück nach vorn

Moderation: Dr. Doris Katheder, C.-Pirckheimer-Haus, und Dr. Alexander Schmidt, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Bei den "Nürnberger Gesprächen" versammelte der damalige Kulturreferent Dr. Hermann Glaser in den 1960er Jahren viele herausragende Intellektuelle in Nürnberg, besonders auch aus der deutschsprachigen Emigration. Auch der damalige Generalstaatsanwalt Fritz Bauer war mehrfach Gast in Nürnberg und debattierte 1965 beim ersten "Nürnberger Gespräch" unter anderem die Frage "Was hat Auschwitz mit dem deutschen Menschen zu tun?". Einer seiner Diskussionspartner war der Wissenschaftler und Überlebende des Ghettos Theresienstadt, H. G. Adler. Trotz heftiger Anfeindungen von konservativer Seite gelang es, wichtige Diskussionsprozesse anzustoßen und Nürnberg zu einem führenden Ort aktueller Debatten zu machen – bis zum Ende der internationalen Tagungen 1969.

Dr. Jörg Wollenberg, Direktor des Bildungszentrums in den 1980er Jahren, griff den Gedanken der "Nürnberger Gespräche" wieder auf, holte unter anderem den Holocaustforscher Raul Hilberg nach Nürnberg und fokussierte die Diskussion auf das Thema der Zwangsarbeit und die Nürnberger Nachfolgeprozesse.

Zwei der wichtigsten Protagonisten vergangenheitspolitischer Debatten in Nürnberg blicken nicht nur zurück, sondern nehmen auch zur Erinnerungskultur der Gegenwart Stellung.

Kostenlose Platzkarten können unter Telefon (0911) 231 - 75 38 reserviert werden. Die reservierten Karten müssen bis spätestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse des Dokumentationszentrums abgeholt werden.

Informationen zur Ausstellung "Fritz Bauer. Der Staatsanwalt"

Kosten
Eintritt frei