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Gesprächsrunde

Wahlkampf in bayerischem DP-Camp für die Besetzung der Selbstverwaltungsgremien im Camp, 1946–1949. Bildnachweis: www.nurinst.org
Donnerstag, 7. Dezember 2017, 18.30 Uhr

Nach dem Krieg
Zum Umgang mit den Millionen Verschleppten des Zweiten Weltkriegs

Dr. Henning Borggräfe, Leiter der Forschungs- und Bildungsabteilung des International Tracing Service (ITS), Bad Arolsen, und Jim Tobias, Leiter des Nürnberger Instituts für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts (nurinst)
Moderation: Hanne Leßau, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Bei Kriegsende 1945 waren Millionen Menschen infolge des nationalsozialistischen Kriegs fernab ihrer Heimatländer: Viele waren inhaftiert oder zur Zwangsarbeit verschleppt worden, etliche vor der NS-Gewalt geflohen. Die Betreuung dieser sogenannten Displaced Persons (DPs) stellte für die Alliierten in der Nachkriegszeit eine der größten Herausforderung dar – nicht nur mit Blick auf die Versorgung vor Ort, sondern auch auf die Rückführung in die Heimat und insbesondere die Auswanderung in andere Länder.

Diese große Migrationsbewegung vor über 70 Jahren und ihre möglichen Erkenntnisse für den Umgang mit Migration in der Gegenwart stehen im Mittelpunkt einer Diskussionsrunde zweier ausgewiesener Experten: Dr. Henning Borggräfe vom ITS, das als Archiv und Dokumentationszentrum Millionen von DP-Unterlagen verwahrt, und Jim Tobias, Leiter des nurinst, der mit zahlreichen Forschungen zur Geschichte der DPs in Bayern hervorgetreten ist.

Reservierungen von Platzkarten können unter Tel. (0911) 231 - 75 38 vorgenommen werden. Reservierte Karten müssen bis spätestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse des Dokumentationszentrums abgeholt werden.

Kosten
Eintritt frei