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Ausstellung

Im Objektiv des Feindes
Ein PK-Fotoreporter, Unteroffizier der Luftwaffe, ausgerüstet mit Fotoapparat Leica III mit Teleobjektiv, 1939/44. © BArch, Bild 146-2007-0196/ Foto: N.N.
28. September bis 25. November 2012

Im Objektiv des Feindes.
Die deutschen Bildberichterstatter im besetzten Warschau 1939-1945

Warschau 1939: Eine von pulsierendem Leben erfüllte Stadt mit 1,3 Millionen Einwohnern, davon rund 350.000 Juden. Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen am 1. September 1939 ändert sich das Bild: Warschau wird zu einem Ort der Schikanen, der Repressionen und der Vernichtung. Während des Zweiten Weltkriegs verlieren rund 700.000 Einwohner, darunter fast die gesamte jüdische Bevölkerung, ihr Leben. 1945 ist Warschau eine fast menschenleere und zerstörte Stadt.

Propagandistischer Blick auf Warschau: Aufgenommen durch das "Objektiv des Feindes", stammen die Fotografien der Ausstellung von den Propaganda-Kompanien der Wehrmacht und der Waffen-SS aus den Jahren 1939-1945. Durch die Linse der deutschen Kriegsberichterstatter wird in der zweisprachigen Ausstellung (D/PL) die propagandistische Sichtweise auf die besetzte Stadt Warschau und ihre Bewohner gezeigt: der "Septemberfeldzug", die Zerstörungen, die Repressionen gegenüber der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung, der Alltag in der besetzten Stadt und im Warschauer Ghetto bis zu dessen Vernichtung nach dem Ghetto-Aufstand (April-Mai 1943), schließlich der Warschauer Aufstand (August-Oktober 1944) und die Vernichtung der Stadt zwischen Oktober 1944 und Januar 1945.

Die Aufnahmen dienten vor allem als Mittel der NS-Propaganda: Sie sollten den Angriff Hitlers auf Polen rechtfertigen und wurden von deutschen Massenmedien dazu benutzt, Polen als Todfeind des "Dritten Reiches" darzustellen.

Eine Ausstellung des Hauses der Begegnungen mit der Geschichte Warschau in Zusammenarbeit mit der Polnischen Akademie der Wissenschaften und dem Herder-Institut Marburg, dem Bundesarchiv Koblenz und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit der Bildagentur bpk und dem Museum Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin.

Ausstellungseröffnung:
Donnerstag, 27. September 2012, 18.30 Uhr

Im Objektiv des Feindes. Die deutschen Bildberichterstatter im besetzten Warschau 1939-1945

Begleitprogramm zur Ausstellung