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Gesprächsrunde

Gauleiter August Eigruber (Mitte) und rechts von ihm Albert Speer mit KZ-Häftlingen, Juni 1944. Bildnachweis: KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Fotoarchiv P/13/14/1, Foto: Hanns Hubmann
Donnerstag, 21. September 2017, 18.30 Uhr

"Gentleman-Nazi"?
Albert Speer und seine Verbrechen

Prof. Dr. Bertrand Perz, Universität Wien, und Dr. Heinrich Schwendemann, Historiker an der Universität Freiburg
Moderation: Sven Felix Kellerhoff, Leitender Redakteur für Zeit- und Kulturgeschichte der Welt

Speer verstand es, zeitlebens ein Bild seiner Person zu zeichnen, das seine Beteiligung an den Verbrechen des Nationalsozialismus ausblendete. Doch bereits als Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt verknüpfte er seit 1938 städtebauliche Ziele mit antijüdischer Politik: Auf sein Betreiben wurden tausende Juden innerhalb Berlins zwangsweise umgesiedelt, um Platz zu schaffen für jene Hauptstädter, die ihre Wohnungen zum Zweck der Germania-Planungen räumen mussten. Als Rüstungsminister war Speer eine treibende Figur im mörderischen Zwangsarbeitereinsatz, bei dem Millionen Menschen aus den besetzten Gebieten unter unwürdigen Umständen im Deutschen Reich arbeiten mussten. Zudem war Speer am Ausbau des Systems der Konzentrationslager beteiligt.

Im Gespräch zeigen Bertrand Perz und Heinrich Schwendemann die vielfältige Beteiligung Speers an den NS-Verbrechen auf. Beide Diskutanten haben seit den 1990er Jahren hierzu wichtige Forschungsergebnisse vorgelegt und entscheidend zur Korrektur des Bildes vom "Gentleman Nazi" beigetragen.

Reservierungen von Platzkarten können unter Tel. (0911) 231 - 75 38 vorgenommen werden. Reservierte Karten müssen bis spätestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse des Dokumentationszentrums abgeholt werden.

Ausstellung "Albert Speer in der Bundesrepublik"

Kosten
Eintritt frei