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Gesprächsrunde

Speer und Wolters auf der Fahrt nach Lissabon anlässlich der Ausstellungseröffnung "Neue Deutsche Baukunst", 1942. Bildnachweis: Reproduktion aus Rudolf Wolters: Reise nach Lissabon, Berlin 1942
Dienstag, 24. Oktober 2017, 18.30 Uhr

Der Speermann
Rudolf Wolters – Der Architekt im Schatten Speers

Dr. Stephan Krass, Schriftsteller, und Dr.-Ing. André Deschan, Architekt
Moderation: Dr. Alexander Schmidt, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Rudolf Wolters war der wichtigste Mitarbeiter von Albert Speer. Als Berufskollege und Freund war er ihm jahrzehntelang eng verbunden: In den Planungen zur Reichshauptstadt übernahm Wolters zentrale Aufgaben und Ämter ebenso wie später unter dem Rüstungsminister Speer. Nach dem Kriegsende engagierte er sich für Hafterleichterungen seines früheren Chefs. Wolters selbst konnte seine erfolgreiche Laufbahn als Architekt nach 1945 fortsetzen. Die öffentliche Läuterung Speers nach der Haftentlassung 1966 führte jedoch zur Entfremdung, da Wolters diese als Verrat an den gemeinsamen Idealen begriff.

Gleich zwei bemerkenswerte Auseinandersetzungen mit Rudolf Wolters stehen im Zentrum dieser Gesprächsrunde: Zum einen das faszinierende Hörspiel Der Speermann (2015) von Stephan Krass mit Matthias Brandt und Caroline Junghanns in den Hauptrollen, das vor allem den Bruch der ehemaligen Freunde umkreist. Zum anderen die Biografie Rudolf Wolters. Architekt im Schatten von Albert Speer (2016) von André Deschan, dem es mit der Auswertung erst jetzt zugänglicher autobiografischer Quellen gelingt, das Bild des unbekannten Architekten weiter zu vervollständigen.

Reservierungen von Platzkarten können unter Tel. (0911) 231 - 75 38 vorgenommen werden. Reservierte Karten müssen bis spätestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse des Dokumentationszentrums abgeholt werden.

Ausstellung "Albert Speer in der Bundesrepublik"

Kosten
Eintritt frei