
Die museen der stadt nürnberg sind ein Verbund aller unter städtischer Regie betriebenen Museen und Sehenswürdigkeiten in Nürnberg.
Dazu gehören seit 1994 das Albrecht-Dürer-Haus, das Stadtmuseum Fembohaus mit der Multivision Noricama, das Spielzeugmuseum, das Museum Tucherschloss mit Hirsvogelsaal und Renaissancegarten, das Museum Industriekultur einschließlich Motorrad-Abteilung und eingegliedertem Schulmuseum, die Grafische Sammlung, die Abteilung Gemälde- und Skulpturensammlung, die Mittelalterlichen Lochgefängnisse unter dem Rathaus und seit November 2001 das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände.

Zusammengenommen bilden alle Häuser der museen der stadt nürnberg ein großes, dezentrales Stadtmuseum.
Von 1996 bis zum Jahr 2000, in nur fünf Jahren, wurden alle Einzelmuseen neu konzipiert und ausgebaut. An neuen Einrichtungen entstanden der Hirsvogelsaal im Garten des Museums Tucherschloss, der Historische Kunstbunker im Burgberg, das von den museen der stadt nürnberg initiierte Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände sowie als Besichtigungsmöglichkeit an den Wochenenden der Schwurgerichtssaal 600 im Landgericht Nürnberg-Fürth.

Das Erscheinungsbild der städtischen Museen hat sich baulich, vor allem aber methodisch seit 1994 stark gewandelt.
Die im einzelnen thematisch sehr verschiedenen städtischen Museen verbindet eine ausgefeilte Didaktik. Exponate und Raumensembles stehen nicht für sich, sondern sind Teil einer Geschichtserzählung. Mehr noch: Das Museum wurde zur Bühne!
Licht- und Toninstallationen, Mini-Hörspiele und Raumarrangements bringen die Geschichte zum Sprechen. Das Exponat wird zum Schauspieler - mal nur in Szene gesetzt, mal gar in Aktion. Der Besucher wird zum Zuschauer - auf den Spuren der Patrizierfamilie Tucher im Tucherschloss oder auf den Zuschauerreihen der Technik-Revue im Museum Industriekultur. Im Albrecht-Dürer-Haus trifft er auf eine Schauspielerin in Gestalt von Dürers Ehefrau Agnes, die ihn in das Alltagsleben eines der bedeutendsten Künstlerhäuser der Renaissance einführt. Im Tucherschloss begegnet er Katharina Tucher, der Ehefrau des Erbauers, wiederum von einer Schauspielerin verkörpert, die anschaulich über das Leben, Wohnen und Feiern der Nürnberger Patrizier berichtet.
Das Grundprinzip "Das Museum als historisches Theater" überrascht aber immer wieder aufs Neue.

Seit Sommer 2003 bringen eigens verfasste und liebevoll inszenierte Theaterstücke Besuchern die Geschichte Nürnbergs auf spannende Weise nahe:
Nach fünf erfolgreichen Spielzeiten des beliebten Wandertheaters "Bettler und Patrizier" feierte im Sommer 2008 ein neues Theaterstück im Tucherschloss Premiere - das erste und bislang einzige musikalisch untermalte Freilichtsommertheater mitten in der Nürnberger Altstadt. Von Juli bis September erleben Sie in der spritzigen historischen Boulevardkomödie "Fisimatenten oder: Napoleon ist nicht an allem schuld" einen turbulenten Abend im Hause der Familie Tucher zu Napoleons Zeiten - und werden zum Abschluss im wunderschönen Gartenambiente noch mit Essen und Trinken verwöhnt...
In den Wintermonaten unterhalten beim amüsanten Schlosstheater "Feine Gesellschaft. Skandalgeschichte(n) aus Nürnbergs Goldener Zeit" im Museum Tucherschloss drei Damen mit Klatsch und Tratsch aus der Renaissance. Und ganzjährig kann man seit Mai 2008 im Albrecht-Dürer-Haus dem schmissigen Historical "Ein ehrenwertes Haus" mit Liebesgeschichten aus der Dürer-Zeit lauschen.
Wünschen Sie allgemeine Informationen über die museen der stadt nürnberg, kontaktieren Sie uns bitte:
Hirschelgasse 9-11
90403 Nürnberg
Nähere Informationen zu den einzelnen Museen wie z.B. Anschrift, Öffnungszeitungen oder Erreichbarkeit finden Sie unter den jeweiligen Häusern.